Europameisterschaft ORE 1/10 2026 in Steyregg

Geschrieben von Steffen Kunz am 25. August 2026 um 18:54

Europameisterschaft ORE 1/10 2026 in Steyregg – eine anspruchsvolle Woche für das deutsche Team

Die Europameisterschaft der Klasse ORE 1/10 im österreichischen Steyregg war für das deutsche Team eine intensive und ereignisreiche Rennwoche. Auf der technisch anspruchsvollen Strecke des ERT Steyregg trafen die besten Fahrer Europas aufeinander. Sechs offizielle Veranstaltungstage, hohe Temperaturen, anspruchsvolle Streckenbedingungen und ein stark besetztes internationales Fahrerfeld verlangten den Teilnehmern alles ab.

Neben dem sportlichen Geschehen überzeugte die Veranstaltung vor allem durch ihre hervorragende Organisation und die ausgezeichnete Verpflegung. Ein großes Dankeschön geht daher an das gesamte Team des ERT Steyregg, das den Teilnehmern über die gesamte Woche eine hervorragend organisierte Europameisterschaft und eine ausgezeichnete Bewirtung bot.

Ein anspruchsvoller Start in die Europameisterschaft

Bereits in den ersten Trainingsläufen zeigte sich, dass die Strecke in Steyregg keine einfache Aufgabe werden würde. Der Kurs war sehr technisch und verlangte von Fahrern und Helfern höchste Konzentration. Enge Passagen, anspruchsvolle Kombinationen und verschiedene technische Streckenelemente machten jeden Fehler sofort bemerkbar.

Zusätzlich mussten sich viele Fahrer zunächst an die bei dieser Europameisterschaft vorgeschriebenen HotRace-Reifen gewöhnen. Für zahlreiche Teilnehmer war dieser Reifentyp ungewohnt, sodass zunächst viel Zeit in die Abstimmung und das Finden des richtigen Setups investiert werden musste.

Nach vier freien Trainingsläufen folgten zwei sogenannte Reseeding-Läufe. Dabei wurden jeweils die beiden schnellsten Runden gewertet und daraus die weitere Gruppeneinteilung bestimmt.

Für die deutschen Fahrer ergaben sich dabei folgende Platzierungen:

– Moritz Lautenbach – Platz 15
– Jörn Neumann – Platz 22
– Julius Stein – Platz 37
– Elias Jordan – Platz 54
– Noah Schwarz – Platz 58
– Sascha Frühwirth – Platz 69
– Tim Walther – Platz 77
– Linus Kurz – Platz 83
– Ralf Schneider – Platz 104
– Stefan Matas – Platz 113
– Markus Wussler – Platz 123
– Lukas Klein – Platz 126
– Jody Müller – Platz 130
– Stephan Franz – Platz 131
– Elias Böttke – Platz 133

Damit war der Grundstein für die weiter.

Hitze und höchste Konzentration im 2WD

Am zweiten offiziellen Renntag standen zunächst zwei weitere Trainingsläufe in den neu eingeteilten Gruppen auf dem Programm. Hier ging es vor allem darum, möglichst fehlerfrei über den Kurs zu kommen. Die Gesamtzeit entschied über die Startreihenfolge innerhalb der jeweiligen Gruppe – entsprechend groß war der Druck auf die Fahrer.

Neben der Strecke machte vor allem das Wetter den Teilnehmern zu schaffen. Temperaturen von rund 36 Grad sorgten bereits in den Zelten für extreme Bedingungen. Der Kunstrasen der Rennstrecke erreichte sogar Temperaturen von über 50 Grad. Für Fahrer, Mechaniker und Helfer bedeutete dies eine zusätzliche körperliche Belastung.

 

Zur Mittagszeit konnte man sich zumindest kulinarisch etwas stärken. Eine der Spezialitäten des Tages war klassisches Schnitzel mit Pommes. Die Verpflegung entwickelte sich während der gesamten Europameisterschaft zu einem echten Pluspunkt der Veranstaltung.

Nach dem ersten Vorlaufdurchgang konnten die deutschen Fahrer folgende Ergebnisse verbuchen:

–  Jörn Neumann – Platz 18
–  Moritz Lautenbach – Platz 21
– Julius Stein – Platz 32
– Noah Schwarz – Platz 52
– Elias Jordan – Platz 65
– Sascha Frühwirth – Platz 69
– Tim Walther – Platz 75
– Stefan Matas – Platz 94
–  Linus Kurz – Platz 96
–  Lukas Klein- Platz 99
– Ralf Schneider – Platz 112
– Markus Wussler – Platz 126
– Stephan Franz – Platz 127
– Jody Müller – Platz 128
– Elias Böttke – Platz 131

Nach insgesamt drei Vorläufen standen am Ende des zweiten Tages folgende Gesamtplatzierungen für die deutschen Teilnehmer fest:

– Moritz Lautenbach – Platz 22
– Julius Stein – Platz 25
– Jörn Neumann – Platz 29
– Elias Jordan – Platz 35
– Noah Schwarz – Platz 60
– Tim Walther – Platz 71
– Linus Kurz – Platz 91
– Sascha Frühwirth – Platz 97
– Ralf Schneider – Platz 101
– Stefan Matas – Platz 108
– Lukas Klein – Platz 110
– Markus Wussler – Platz 125
– Jody Müller – Platz 127
– Stephan Franz – Platz 131
– Elias Böttke – Platz 134

Entscheidungstag im 2WD

Der dritte offizielle Tag brachte erneut Temperaturen von rund 35 Grad. Nach einem kurzen dreiminütigen Training ging es in die entscheidenden Vorläufe vier und fünf. Anschließend starteten die Finals.

Besonders erfreulich war das Abschneiden von Julius Stein. Er beendete die Europameisterschaft im 2WD auf einem hervorragenden 27. Platz und konnte gleichzeitig das Jugendfinale gewinnen. Auch Linus Kurz und Stefan Matas konnten jeweils einen Finalsieg feiern.

Die endgültigen Ergebnisse der deutschen Fahrer im 2WD lauteten:

– Jörn Neumann – Platz 17
– Julius Stein – Platz 27, Sieger Jugendfinale
– Moritz Lautenbach – Platz 29
– Elias Jordan – Platz 4
– Noah Schwarz – Platz 63
– Sascha Frühwirth – Platz 74
– Tim Walther – Platz 78
– Ralf Schneider – Platz 89
– Linus Kurz – Platz 91, Finalsieg
– Stefan Matas – Platz 111, Finalsieg
– Lukas Klein – Platz 113
– Jody Müller – Platz 127
– Markus Wussler – Platz 130
– Elias Böttke – Platz 133
– Stephan Franz – Platz 138

Europameister im 2WD wurde Marcus Kaerup vor Joona Haatanen und Daniel Kobbevik.

Das Thema Reifen sorgt für Diskussionen

Ein Thema, das während der gesamten Veranstaltung für Gesprächsstoff sorgte, war die Reifenbegrenzung. Die bereits im November beschlossene Begrenzung konnte bei dieser Europameisterschaft leider noch nicht umgesetzt werden.

Dadurch entstand zwischen den Werksfahrern und vielen privaten Teilnehmern ein deutlicher Unterschied beim Reifenaufwand. Während einige Werksfahrer zwischen zwölf und 16 Reifensätze verklebten, kam Elias Jordan beispielsweise mit gerade einmal zwei Sätzen aus.

Gerade im Hinblick auf die Zukunft der Klasse ist dies ein Punkt, über den sicherlich noch intensiv diskutiert werden muss. Eine Begrenzung könnte dazu beitragen, die Chancengleichheit zu erhöhen und den finanziellen Aufwand für die Teilnehmer zu reduzieren.

Weiter mit 4WD

Nach dem Abschluss des 2WD-Wettbewerbs richtete sich die Aufmerksamkeit auf die 4WD-Klasse. Auch hier erwartete die Fahrer eine anspruchsvolle Aufgabe.

Das 4WD-Layout war etwas schneller als die 2WD-Strecke. Gleichzeitig gab es einige Passagen, die vom Fahrerstand aus nicht optimal einzusehen waren. Dadurch wurde das fehlerfreie Fahren noch schwieriger. Wer hier nicht exakt auf seine Linie achtete, konnte schnell wertvolle Zeit verlieren.

Wie schon im 2WD standen zunächst sechs Trainingsläufe auf dem Programm, bevor die Fahrer in ihren neuen Gruppen an den Start gingen

Nach drei Vorläufen ergaben sich für das deutsche Team folgende Zwischenstände:

– Jörn Neumann – Platz 15
– Julius Stein – Platz 25
– Moritz Lautenbach – Platz 43
– Noah Schwarz – Platz 50
– Linus Kurz – Platz 68
– Elias Jordan – Platz 77
– Tim Walther – Platz 83
– Ralf Schneider – Platz 93
– Sascha Frühwirth – Platz 95
– Lukas Klein – Platz 101
– Jody Müller – Platz 111
– Stefan Matas – Platz 124
– Markus Wussler – Platz 125

Am letzten Renntag folgten noch ein kurzes dreiminütiges Training sowie die Vorläufe vier und fünf, bevor auch im 4WD die Finals auf dem Programm standen.

Auch im 4WD starke Leistungen des deutschen Teams

Der sechste offizielle Veranstaltungstag brachte erneut extreme Temperaturen von rund 37 Grad. Ein angekündigter Regenschauer zwischen 12 und 13 Uhr blieb glücklicherweise aus, sodass die Veranstaltung unter trockenen Bedingungen fortgesetzt werden konnte.

Nach dem letzten Training ging es in die entscheidenden Vorläufe. Gegen 12:30 Uhr starteten anschließend die Finals.

Auch hier zeigte das deutsche Team großen Einsatz und bewies über die gesamte Woche hinweg Disziplin und Durchhaltevermögen.

Die Endergebnisse im 4WD:

– Jörn Neumann – Platz 17
– Julius Stein – Platz 26
– Moritz Lautenbach – Platz 32
– Noah Schwarz – Platz 44
– Elias Jordan – Platz 57
– Sascha Frühwirth – Platz 71, Finalsieg
– Tim Walther – Platz 73
– Linus Kurz – Platz 78
– Ralf Schneider – Platz 88
– Stefan Matas – Platz 101, Finalsieg
– Lukas Klein – Platz 104
– Jody Müller – Platz 120
– Markus Wussler – Platz 124

Europameister im 4WD wurde Daniel Kobbevik vor Michal Orlowski und David Ronnefalk.

Ein großes Lob an das deutsche Team

Unabhängig von einzelnen Platzierungen verdient das gesamte deutsche Team ein großes Lob. Eine Europameisterschaft auf diesem Niveau verlangt nicht nur fahrerisches Können, sondern auch Disziplin, Konzentration, technisches Verständnis und eine konsequente Umsetzung der Regeln.

Gerade bei einer so langen Veranstaltung mit hohen Temperaturen und einem technisch äußerst anspruchsvollen Kurs war es eine besondere Leistung, über mehrere Tage konstant konzentriert zu bleiben.

Aus Sicht des Teammanagements wurde insbesondere die Disziplin der deutschen Fahrer positiv hervorgehoben. Eine konsequente und faire Umsetzung der Regeln ist die Grundlage für einen gelungenen internationalen Wettbewerb. Wenn sich alle Nationen gleichermaßen daranhalten, kann eine Veranstaltung dieser Größenordnung noch fairer und letztlich auch entspannter für alle Beteiligten ablaufen.

Steyregg überzeugt auch neben der Strecke

Sportlich anspruchsvoll, organisatorisch hervorragend und kulinarisch überzeugend – so lässt sich die Europameisterschaft in Steyregg wohl am besten zusammenfassen.

Ein besonderes Lob gilt dem gesamten Organisationsteam des ERT Steyregg. Von den Abläufen an der Strecke über die Helfer bis hin zur Verpflegung war die Veranstaltung auf einem sehr hohen Niveau.

Gerade bei Temperaturen von bis zu 37 Grad war eine gute Versorgung der Teilnehmer besonders wichtig. Das Essen wurde von den Teilnehmern mehrfach ausdrücklich gelobt – und das völlig zu Recht. Die Verpflegung war ein echtes Highlight der Veranstaltung und zeigte, wie viel Arbeit auch abseits der Rennstrecke in einer solchen Europameisterschaft steckt.

Fazit

Die Europameisterschaft ORE 1/10 2026 in Steyregg war eine beeindruckende Rennveranstaltung mit einer der anspruchsvolleren Strecken, die das deutsche Team in diesem Jahr zu bewältigen hatte.

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