Jörn Neumann neuer Deutscher Meister OR8

Geschrieben von Ralf Bauer am 10. September 2018 um 10:48

Die Deutschen Meisterschaften BuDeusche Meisterggy Nitro OR8 endeten mit dem Sieg des derzeit besten deutschen Offroadfahrers, Jörn Neumann (Sworkz/Maxima). Der Sworkz-Fahrer gewann beide DM-Läufe. Sowohl auf dem Rhein-Main-Circuit in Bischofsheim im ersten Lauf (10. bis 12. August) als auch auf dem Ostbayernring in Osterhofen im zweiten Lauf (24. bis 26. August) setzte er sich gegen Burak Kilic (Agama/Bullitt) durch. Carsten Keller (Mugen/LRP) schaffte den Sprung auf den dritten Podiumsplatz.
 

 

In den beiden Juniorenfinalen gewann jeweils Burak Kilic vor seinem jüngeren Bruder Berkan . Dritter in der Gesamtrangliste nach drei Läufen wurde Kevin Schwarz.

Junior

In den beiden Finalläufen 40 plus überquerte jeweils Rekordmeister Daniel Reckward als erster die Ziellinie und darf sich so Deutscher Meister 40 plus nennen. Neben ihm auf dem Podium standen Robert Hard (Platz 2) und Holger Ehling (Platz 3)In der Jugendwertung sicherte sich Max Hesse zum ersten Mal den Titel vor Titelverteidiger Micha Widmaier und Aaron Rönick.

40+ Deutsche Jugent meister

 

 

 

 

 

 

Die Titelkämpfe sind derzeit die härtesten im RC-Car-Sport. Es ist die einzigste Klasse, in der die Deutschen Meisterschaften in zwei Läufen über jeweils drei Tage ausgefahren werden. Der Sieger muss zwei Finalläufe zu je 40 Minuten erfolgreich bestreiten. Davor darf er sich keinen Schnitzer in den Halbfinalen à 20 Minuten leisten. Denn da muss er am Finaltag zuerst durch. Direktqualifizierte für das Hauptfinale gibt es nicht.

An insgesamt sechs Tagen müssen Fahrer und Fahrzeug bestens aufeinander abgestimmt sein, Weder ein kurzer Aussetzer des Motors noch gröbere Fehler von Fahrer und Boxenhelfer darf es in der Finalphase geben. Fahrer, Fahrzeug, Motor und die Unterstützung in der Box durch seinen Vater Detlef passten bei Jörn Neumann in beiden Läufen bestens zusammen. Nur so waren die am Schluss immer deutlichen Siege in den Finalläufen möglich. Jörn Neumann half vor allem auch, dass er auf die Laufdauer von 40 Minuten sowohl im Finale in Bischofsheim als auch im Finale in Osterhofen jeweils einen Tankstopp weniger benötigte. Gerade darin dokumentiert sich das perfekte Zusammenspiel der genannten Komponenten. Für Jörn Neumann ist er nun der vierte DM-Titel in dieser Klasse.

Burak Kilic war während der beiden DM-Läufe der wohl härteste Herausfordere des Sworkzfahrers. Der 13-Jährige nutzte wirklich jede Gelegenheit, Jörn Neumann auf der Strecke zu attackieren. Mal mit weniger Fortune, mal mit mehr. Im entscheidenden Lauf in Osterhofen ging er im Finale mehrfach in Führung. Sein oft noch großes Ungestüm stand ihm in beiden Finalen letztendlich im Weg. An der notwendigen Unterstützung in der Box und im Fahrerlager hat es ihm nicht gefehlt. Seinen deutschen Juniorenmeistertitel verteidigte er mit Bravur. Sein größter Herausforderer war dabei sein jüngerer Bruder Berkan Kilic. Beide bestritten nach dem Juniorenfinale auch das 40-minütige Hauptfinale. Das zeigt, wie stark die beiden Brüder – dank der Unterstützung ihres Vaters Abdullah sind.

Ein Blick auf die finale Rangliste der Deutschen Meisterschaft dokumentiert vor allem auch das fahrerische Können der Jugendlichen. Neben den beiden Junioren (bis 14 Jahre) rangieren noch drei Fahrer in der Alterklasse bis 18 Jahre unter den ersten Zwölf. Max Hesse auf Platz vier, Micha Widmaier auf Platz fünf und Aaron Rönick auf Platz sieben. Micha Widmaier ist der erfolgreichste der jungen Riege. 2017 wurde er Deutscher Meister und gleichzeitig Deutscher Juniorenmeister. Zusätzlich gewann die Euro B. In diesem Jahr holte er sich den Titel in der Klasse Buggy Elektro 1:8.

Schnellste junge Frau im Fahrerfeld war die 19-jährige Vanessa Wende. In der DM-Rangliste belegte sie nach den beiden Läufen Platz 22. In beiden Läufen gelang der überglücklichen Fahrerin der Aufstieg ins Viertelfinale. Kim Winona Einert war die zweitschnellste junge Frau auf Platz 40. Beide sind schon einige Jahre im Rennzirkus dabei.

Rekordmeister Daniel Reckward ist auch im Alter von 43 Jahren immer noch vorne dabei. Als einzige 40-plus-Fahrer startete er in den beiden Hauptfinalen, nachdem er zuvor jeweils das über 30 Minuten gewonnen hatte. Seine Siege in den beiden 40-plus-Finalen bescherten ihm zum dritten Mal den DM-Titel in dieser Alterklasse. Zehn Mal war er zuvor regulärer Deutscher Meister. Auf seinem Konto sind zusätzlich drei Europameistertitel und sogar ein Weltmeistertitel (1998).

Die zwei DM-Strecken hätten kaum unterschiedlicher sein können. In Bischofsheim waren es die vielen schwierigen Sprünge auf 330 Meter, die die Spreu vom Weizen trennte. In Osterhofen waren es die Abwechslung von sehr schnellen Passagen – unter anderem eine Steilwandkurve – und langsameren Streckenpassagen auf 280 Meter, die die Fahrer vor große Herausforderungen stellte. Wer vorne dabei sein wollte, musste mit beiden Strecken zurechtkommen. Beide Vereine, der ESV Bischofsheim und der MSC Osterhofen, hatten ihre Strecken und ihre Anlagen bestens präpariert und gaben den Fahrern und Fahrerinnen das Gefühl, willkommen zu sein.

Qelle Bernd Bohlen

Mit Sportlichen Grüßen

Ralf Bauer

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